Grün in Lippetal!

Grünes Wahlprogramm

für die Kommunalwahl 2020 in Lippetal

Die grüne Parteiarbeit in Lippetal ist neu. Wir beschäftigen uns mit Umweltschutz vor Ort.

Gemeinsam haben wir ein zukunftorientiertes Wahlprogramm entworfen. Wenn das Grüne Wahlprogramm umgesetzt wird, kann uns  die Klimafolgenanpassung und das Zusammenleben in einer bunten und interessanten Gesellschaft gut gelingen.

Gebt IHR uns eure Stimme bei der Kommunalwahl am 13.09.2020, setzen wir uns im Gemeinderat Lippetal für eine vernunftorientierte und überparteiliche Zusammenarbeit ein und stehen für transparente Entscheidungsprozesse, denn:

In den folgenden Themenabschnitten

1. Bildung

2. Mobilität

3. Energie

4. Bauen

5. Wirtschaft

6. Migration

7. Natur- und Artenschutz

8. Landwirtschaft

9. Naherholung

erfahrt ihr mehr über unsere grünen Ideen für Lippetal.

Bildung

Wir sehen es als gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Klima- und Artenschutzstrategien zu finden, weiterzugeben und weit zu streuen. Die bedeutendsten Multiplikatoren sind die Bildungseinrichtungen vor Ort. Dazu zählen wir Kindergärten, Grund- und Sekundarschulen und auch die Vereine und die Kirchen.

Wir fordern, dass der frühkindlichen und schulischen Ernährungs-, Biodiversitäts- und Mobilitätserziehung wesentlich mehr Zeit eingeräumt wird, als es bisher der Fall ist. Diese „gute Klima-Bildung“ soll vielmehr als bisher draußen stattfinden sowie in der Küche und den Chemie-Fachräumen.

Denn das gute Klima kann nur entstehen, wenn alle mitgenommen werden – auch die, denen das abstrakte Denken im Klassenraum nicht so sehr zusagt wie die praktische Arbeit draußen.

Wer den Satz des Pythagoras im Klassenraum einfach nicht versteht, kann ihn bei einem praktischen Tag auf einer Baustelle durch die Erklärung eines*r Dachdeckers*in häufig besser begreifen.

Darüber hinaus unterstützen wir tatkräftig die außerschulische (Erwachsenen)Bildung. Gelungen ist der gemeinsame Austausch bereits im Januar 2020 bei dem Vortrag des NABU-Referenten Sebastian Strumann zum Thema EU-Agrarpolitik und Artenschutz mit interessierten Bürgern und lokalen Landwirt*innen.

Und wir fordern den Einsatz von mehr Fachpraxislehrern in den naturwissenschaftlichen und (haus)wirtschaftlichen Fächern. So wird man praktisch veranlagten Schülern gerechter und qualifiziert sie für handwerkliche, medizinische und landwirtschaftliche Ausbildungsbetriebe.

Uns ist wichtig, die digitalen Möglichkeiten in den Lippetaler Schulen zu erweitern. Für den Schulunterricht von zu Hause aus müssen alle Schüler*innen die gleichen Möglichkeiten bekommen. Die Anschaffung von Tablets für jede/n Lippetalschüler*in ist bereits geplant. Wir sprechen uns aber gegen die finanzielle Beteiligung der Eltern an den Geräten aus.

Exkurs: Lippetalschule

Wenn globale Zusammenhänge im Unterricht gedacht werden, sollen sie in der Lippetalschule auch lokal umgesetzt werden.

Deshalb möchten wir den Vertrag mit dem Cateringservice Stattküche aus Münster, der das Mittagessen anliefert, auslaufen lassen.

Stattdessen soll eine Kommunalküche mit Hilfe verschiedener Akteure wie bspw. Gastronomen*Innen, den Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, der Kommunalgemeinde und den Schüler*innen und der Schule selbst entstehen.

Hier wird vor Ort das gekocht, was Lippetal und Umgebung je nach Saison hergibt. Die Küche soll so konzipiert werden, dass auch Kindergärten und weitere öffentliche Einrichtungen mit dem Mittagstisch versorgt werden können.

In dieser Kommunalküche arbeiten lokale Erzeuger*innen und Verarbeitungsbetriebe sowie Mitarbeitende vom Zweiten Arbeitsmarkt zusammen. Ebenso sollen die Schüler*innen beteiligt werden. Letztgenannte haben in diesem Forum „Schulküche“ auch die Möglichkeit sich mit Schüler*innenfirmen einzumieten. Sie können hier ihre in der Schulzeit entwickelten Produkte oder auch außerschulisch hergestellte Waren anbieten.

Die Schulküche soll durch die Verarbeitung lokaler Produkte und kurzer Transportwege nicht nur Emissionen verringern und Arbeitsplätze schaffen, sondern den Schüler*innen auch Einblick in unser Wirtschaftssystem gewähren und Jungunternehmertum fördern.

Damit in einem entspannten, idyllischen Umfeld gegessen werden kann, plädieren wir für die großflächige Entsiegelung des Lippetal-Schulhofs und für die Entstehung grüner Freiflächen. Die Begrünung verhindert die Hitzespeicherung in den befestigten Flächen und macht das Klassenraumklima in den Sommermonaten erträglicher.

Wir sprechen uns gegen die Einrichtung weiterer Autoparkflächen im Schulbereich aus. Wir fordern die Zuwegungen zur Schule radfahrfreundlicher zu gestalten. Schüler*innen sollen sicher mit dem Fahrrad die Schule erreichen und sich nicht in Autoschlangen einreihen müssen.

Mobilitätskonzept

Die Emissionen des täglichen Straßenverkehrs müssen reduziert werden. Dadurch wird nicht nur das globale Klima entlastet. Der Umstieg vom Auto auf das Fahrrad für Kurzstrecken wird attraktiver, wenn man innerorts weniger Abgasen ausgesetzt ist.

Unser grünes Mobilitätskonzept möchte den öffentlichen Nahverkehr und den Fahrradverkehr aufeinander abstimmen.

Der öffentliche Nahverkehr muss so um- und ausgebaut werden, dass er genauso attraktiv wie der Individualverkehr mit dem Auto ist. Gleichzeitig muss er aber wesentlich kostengünstiger werden. Der aktuelle Fahrpreis von 5,60 € für ein Einzelticket nach Soest von Herzfeld bietet nicht den Anreiz, das eigene Auto stehen zu lassen.

Was macht die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in Lippetal attraktiv?

  • kostenfreie Busfahrkarte für alle Schüler*innen,

auch wenn sie/ er für die Fahrten zur Schule keine benötigt, weil die Schule im Ort ist. Das Jahresticket kann sowohl für die Fahrten zur Schule als auch für außerschulische Freizeitaktivitäten genutzt werden. Mit dem Ticket müssen Soest, Lippstadt und Beckum per Bus erreichbar werden. So können Kinder und Jugendliche ihre Vereine, Musikschulen oder Freizeiteinrichtungen selbstständig erreichen. Dadurch reduziert sich der nachmittägliche Individualverkehr durch elterlichen Fahrdienste erheblich.

  • Busverkehr nach 20:00 Uhr ausbauen,

denn mit dem Ganztagsschulunterricht an der Lippetalschule verschieben sich die Freizeitaktivitäten der Schüler*innen weiter in den Abend. Bis 19:00 kommt man bspw von Herzfeld nach Soest. Der letzte Linienbus auf dieser Strecke fährt aber schon 19:45 Uhr zurück. Ab 22:00 Uhr kann man dann das AnrufSammelTaxi in Anspruch nehmen; die Zeit dazwischen ist nicht abgedeckt. Wir möchten, dass die Linien zwischen 20:00 Uhr und 22:00 Uhr eingerichtet werden und, dass sie direkt verkehren. Bei den Abendfahrten dürfen sich die Fahrzeiten nicht verdreifachen, weil Buslinien zusammengelegt werden.

Der erweiterte Linienverkehr verursacht natürlich höhere Betriebskosten mit vergleichsweise geringen Fahrgastzahlen. Deshalb plädieren wir dafür, die Hauptstrecken zwischen Herzfeld, Lippborg, Oestinghausen weiter auszubauen, nicht aber den öffentlichen Verkehr in die Bauernschaften zu verstärken. Wir finden, dass Kurzstrecken zu den nächstgelegenen Bushaltestellen mit dem Fahrrad zurückgelegt werden können und, dass

  • die Fahrradmitnahme im Bus kostenfrei sein muss.

Denn auch am Zielort kann man das Fahrrad gut gebrauchen, um in die Innenstadt zu fahren. Oder man überbrückt wieder eine „busfreie“ Strecke bis zur nächsten Haltestelle.

Da die Fahrradnutzung bei Schlechtwetter,  in den Abendstunden und für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen häufig ausscheidet, müssen klimafreundliche Alternativen zum Auto und zum klassischen Fahrrad gefunden werden. Am einfachsten ist Nachbarschaftshilfe. Nachbarin A kann Nachbar B zum Einkaufen mitnehmen. Man muss nur von den Bedürfnissen der Mitmenschen in der Gemeinde Kenntnis bekommen. Wir glauben, dass viele ältere Menschen schon gut digitalisiert sind. Sie nutzen häufig Smartphones und deshalb halten wir die Einrichtung einer

  • Lippetal-Dorf-App zur Absprache von Fahrgemeinschaften

für sinnvoll. Die Einrichtung einer „Dorfleben digital“-App wird durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert. Sie kann neben der Organisation von Mitfahrgelegenheiten auch die Einsicht in Linienbus-Fahrpläne und dem örtlichen Veranstaltungskalender ermöglichen.

Auch Elektrofahrräder oder -autos sind Alternativen zur Mobilität mit Verbrennungsmotoren. Um die Akkus der Fahrzeuge spontan aufladen zu können, müssen

  • Ladestationen auf den Parkplätzen

in Herzfeld, Hovestadt, Lippborg und Oestinghausen und zusätzlich an Gastronomiebetrieben im Außenbereich installiert werden. Es ist zu überlegen, ob der Strom von Solarzellen oder anderen klimafreundlichen Energiequellen direkt an dem jeweiligen Standort erzeugt werden.

Fahrräder sollten im geographisch flachen Lippetal verstärkt genutzt werden. Fahrradfahren für Familien mit Kindern ist aber wirklich schwierig, weil die innerörtliche Verkehrsführung für Kinder unübersichtlich ist. Deshalb beteiligen wir uns an der Erarbeitung eines

  • innerörtlichen sicheren Radwegekonzepts

in Zusammenarbeit mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub e.V.

Bei der Anschaffung von Lastenfahrrädern mit Elektromotor werden Familien mit bis zu 1.000 € vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Lastenfahrräder können mit mindestens 150 kg beladen werden. Mit ihnen können Kleinkinder und der Einkauf transportiert werden. Ein Lastenrad kostet bis zu 4.500 €. Wir plädieren dafür,

  • den Lastenradkauf zusätzlich kommunal zu fördern.

Radfahren ist aber nicht nur funktional, es ist auch eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Wir möchten, dass Radtouren im Außenbereich Lippetals ein entspanntes und schönes Erlebnis werden. Deshalb dürfen neue Radwege keine Flächen versiegeln. Das ist bei asphaltierten Strecken der Fall. Regenwasser kann nicht im Weg versickern, fließt schnell in die angrenzenden Gräben und wird abgeleitet. Im Sommer speichert der Asphalt Wärme und strahlt sie ab. Das ist insbesondere für kleine Kinder unangenehm.

Wichtig ist, gut befahrbare, aber

  • wasserdurchlässige Radwege einzurichten

und auf beiden Wegeseiten Hecken zu pflanzen. Diese Hecken sind Wind- und Erosionsschutz. Sie

  • bremsen Hoch- und Niederwild und reduzieren Wildunfälle.

Das grüne Mobilitätskonzept kann die Beweglichkeit ALLER in Lippetal verbessern.

Energie …

Wir sind für eine dezentrale, CO2-neutrale und zukünftig autarke Energieversorgung in Lippetal. Dabei können unterschiedlichste Erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Denkbar sind Biogasanlagen zur Deckung der Grundlast und Windenergie zur Deckung der Spitzenlast.

Wir fordern, in unseren Vogelschutzgebieten nur Windkrafträder zu genehmigen, die am Projekt BirdVision teilnehmen. BirdVision setzt Radar- oder Kameratechnik zur Vogelerkennnung ein. Wird ein Vogel erkannt, schaltet das Windrad ab, bis der Luftraum im Umkreis wieder vogelfrei ist.

Bei Biogasanlagen kommt es nicht nur auf die Energieausbeute an, sondern es muss die Nachhaltigkeit des Energiesubstrats berücksichtigt und gefördert werden. Die Bereitschaft für die Vergärung energieärmerer Pflanzen wie Beifuß, Rainfarn und Schwarzer Flockenblume in Verbindung mit Mais und Gülle sollte die Erteilung einer Baugenehmigung im Außenbereich begünstigen. Eine größere Auswahl an Energiepflanzen reduziert den Maisanbau. Es muss aber darauf hingewiesen werden, dass Mais ca. 25 % mehr Kohlenstoffdioxid speichert als andere Gräser. Mais trägt damit zur Emissionsreduzierung vor Ort bei.

Biogasanlagen werden zumeist an landwirtschaftliche Betriebe angeschlossen. Wir unterstützen den Bau der Anlagen dicht an Siedlungs- und Gewerbeflächen. Dann kann die Abwärme, die bei der Verstromung des Biogases entsteht, zur Nahversorgung  öffentlicher Gebäude und auch für privates Wohneigentum genutzt werden

Auch bei privatem Wohnungsbau und -umbau ist der Einsatz vielfältiger klimafreundlicher Energieversorgungsanlagen Voraussetzung für die Genehmigung. Eingesetzt werden könnten Wärmepumpen in verschiedenen Variationen, Photovoltaik- und Solaranlagen, Mini-Biogasanlagen, Klein-Windkraftanlagen sowie Brennstoffzellen und Blockheizkraftwerke – betrieben mit Biogas.

…und Bauen

Neben der Nutzung erneuerbarer Energien bei Neu- und Umbauten muss auch ökologisches und CO2-speicherndes Baumaterial zum Einsatz kommen. Also mehr heimische Hölzer verbauen und das Dach für ein besseres Wohnklima begrünen. Wir fordern hier eine wegweisende Planung öffentlicher Gebäude.

Aktuell ist der Wohnraum in Lippetal knapp und der Bedarf hoch. Um weiteren Verbrauch von CO2-speicherndem Grünland und hochwertigem Ackerland für Bauland zu verringern, sollte vom Standard-Einfamilienhaus abgesehen werden und grundsätzlich Altbauten bspw. im Lippborger Ortskern upcycelt, also innovativ, saniert werden.

Langfristig heiße Sommer; aber auch Starkwetterereignisse sind weiterhin zu erwarten. Mit kreativem, sozialem und ökologischem Neubau können wir uns den Klimafolgen anpassen. Die Umsetzung nachfolgend genannter Maßnahmen kann lokal Erosion und austrocknende Böden sowie Hitzestau in Wohngebieten verringern. Diese Maßnahmen müssen gleichzeitig auch Voraussetzungen für Baugenehmigungen werden:

  • Versiegelung nur dort, wo es aufgrund der vorhandenen oder geplanten Nutzung unbedingt notwendig ist.
  • Entsiegelung aller nicht stark beanspruchten Flächen, stattdessen Ersatz durch wasserdurchlässige Bodenbeläge.
  • Dachbegrünung oder Photovoltaik statt dunkler Dachpfannen.
  • Helle Fassaden und/ oder Fassadenbegrünung.

Es gibt auf fast jedem Grundstück Flächen, die zwar selten genutzt werden, aber dennoch versiegelt sind. Insbesondere folgende Bereiche sollten kritisch daraufhin überprüft werden, ob eine vorhandene Versiegelung völlig beseitigt oder zumindest durch einen wasserdurchlässigen Belag wie Trockenrasen oder Rasengittersteine ersetzt werden können:

  • Gartenzugang
  • Wäschespinnenplatz
  • Garagenzufahrt
  • Terrasse
  • Stellplätze
  • Mülleimer-Stellfläche
  • Gartenwege
  • Vorgartenplattierung
  • Hauseingang
  • Grillplätze

Zusätzlich regen wir an zu/r

  • mehrstöckigem Bauen ohne Hochhauscharakter an. Die Nutzung des Gebäudes als (Mehrgenerationen-)Wohngemeinschaft  mit gemeinsamen (Nutz-)Garten kann dazu beitragen.
  • Umschreibung reiner Wohngebiete in Gemischtgebiete an. Dadurch werden Wohnprojekte mit solidarischer Landwirtschaft und/ oder gemeinsamer Kinderbetreuung möglich.

In diesen Wohnkonstellationen nutzen mehrere Wohneinheiten einen Hauseingang, Garagen können mehrstöckig gebaut werden und die Gartenpflege verteilt sich auf mehrere. Grundstücksbesitzende müssten keine Schottergärten mit geringer Artenvielfalt aus Zeitmangel anlegen. In einem Mehrgenerationenhaus verteilt sich die Gartenarbeit auf mehrere.

Massivbauweise versiegelt Flächen dauerhaft und bindet Menschen langfristig an einen Ort. Das ist nicht mehr zeitgemäß. Deshalb sollte es Zuziehenden in Lippetal auch möglich sein, ein mobiles Heim bspw. in Form eines TinyHouse aufzustellen. Obwohl TinyHouses beweglich sind und Stellflächen nicht dauerhaft versiegeln, ist eine Baugenehmigung für das Aufstellen erforderlich.

Innovativ und Alleinstellungsmerkmal in Lippetal wäre die Ausweisung erschlossener Grundstücke für mobile Häuser zur Pacht. Diese Grundstücke können für eine gewisse Zeit von der Gemeinde gepachtet werden. Dafür böte sich die Fläche zwischen Hovestadt und Nordwald an. Die mobilen Häuser sind an die Kanalisation anzuschließen. Klassische Wohnwagen wären dafür nicht geeignet und durch wird unter anderem verhindert, dass das Mobilhaus-Wohngebiet einen Campingplatzcharakter erhält.

Die Bauplätze auf Zeit können durch breite Grünstreifen voneinander abgegrenzt werden. Denkbar wäre die Ausweisung dieser sehr breiten Grünstreifen als „Bürgergrund“. Hier können zu bestimmten Anlässen wie Hochzeiten, Taufen oder einfach nur so von Interessierten Bäume gepflanzt und/ oder Baumpatenschaften übernommen werden. Die Abgrenzung zu den privaten Pachtgrundstücken wird durch dichte Wallhecken hergestellt.

Bei solchen Bepflanzungen im privaten und öffentlichen Bereich sind heimische Arten zu bevorzugen. Die kommunalen Klimafolgenanpassungsstrategien sind so komplex, dass wir dringend anraten, dafür ein/e kommunale/n Klimaschutzbeauftragte*n mit Beratungsfunktion für den öffentlichen und privaten Bereich einzusetzen.

Als Bonus für die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen im privaten Haushalt muss der Straßenbaubeitrag für Grundstückseigentümer, den die Kommune Lippetal erhebt, entfallen.

Exkurs: Dorfgestaltung Lippborg

Wir unterstützen die:

  • Umgestaltung des Hauses Hagedorn in ein Gemeindehaus der Begegnung.
  • Verlagerung und Vergrößerung des Supermarktes auf die gegenüberliegende Straßenseite.
  • Umnutzung des bestehenden Elli-Markts als Drogeriemarkt.
  • Schaffung zusätzlichen Wohnraums, in den der Supermarkt integriert wird und für Senor*innen, junge Familien, Paare sowie Alleinstehende attraktiv wird.
  • Entschleunigte Verkehrsführung im Streckenabschnitt zwischen Bussmann und der Volksbank.

Und setzen uns dafür ein, dass die Aufträge ausgeschrieben und nach Möglichkeit lokal vergeben werden.

Wirtschaftsförderung

Wir fördern das nachhaltige Wachstum. Der Energieverbrauch muss sinken bei gleichzeitigem Anstieg der Unternehmensrenditen. Bei der Bewertung des Ressourcenverbrauchs eines Unternehmens wird der CO2-Ausstoß für den Weg der Arbeitnehmenden zum Arbeitsort zumeist ausgelagert. Damit diese Emissionen tatsächlich nicht oder nur geringfügig entstehen setzen wir uns für ein dezentrales Wirtschaftswachstum ein.

Das bedeutet, dass wir die Entstehung neuer kleiner und kleinstmittelständischer Unternehmen stark fördern und nachweislich ökologisch und sozial nachhaltige Betriebe ansiedeln möchten.

Damit potentielle (Jung)unternehmer*innen in Lippetal bleiben und nicht in die Ballungsräume abwandern, halten wir es für zweckmäßig unseren kommunalen Wirtschaftsförderer mit einer/ m weitere/n Wirtschaftsberater*in zu unterstützen. In diesem Aufgabenfeld kann die

  • vorrangige Besetzung bestehender Geschäftsräume,
  • Businessplanung,
  • Investitionsförderung,
  • Vernetzung und Kooperationsorganisation,

und das

  • gemeinsame Marketing bspw. via der „Digitalen Dorf-App“ (siehe Mobilitätskonzept)
  • sowie die klimafreundliche, verkehrstechnische Anbindung
  • als auch die Einbindung in den lokalen Markt

organisiert werden.

Es sollen also lokale Produkte erzeugt werden, die auch lokal vermarktet werden. Das hört sich abstrakt an, bedeutet aber einfach, dass landwirtschaftliche Produkte aus Lippetal auch vor Ort erhältlich sein sollen, ohne sämtliche Hofe abklappern zu müssen bis der Wocheneinkauf erledigt ist. Der zeitliche Aufwand wäre sowohl für die Verbraucher*innen als auch für die Erzeuger*innen zu hoch. Die Versorgung über den Einzelhandel in den Lippetalern Ortsteilen muss weiter ausgebaut werden, um insbesondere Älteren eine Versorgung über kurze Wege zu ermöglichen.

Deshalb regen wir dazu an, dass bestehende Supermärkte ihr lokales Angebot erweitern und die Lippetaler Erzeuger ohne Investition in Verpackungsmaterial anliefern können.

Damit kommt man auch dem Wunsch von Einzelhändler*innen und Verbraucher*innen nach, Plastik- und Kunststoffverpackungen einzusparen.

Kurze Lieferwege in den örtlichen Einzelhandel und zusätzliche Unverpackt-Angebote sind unsere Möglichkeit zur Verhinderung von internationalem Müllexport und Mikroplastik in den Gewässern. Kartoffel und Co können ihren Haushalt im Stoffbeutel erreichen und die Milch aus dem Zapfhahn per Glasflasche. Wir begrüßen es außerordentlich, dass die örtlichen Fleischereien und Bäckereien schon jetzt per Aufsteller die Kunden anregen, für den Einkauf eigene Mehrwegboxen und-beutel mitzubringen.

Unter nachfolgenden Voraussetzungen befürworten wir auch das Industriegebiet Westfalen als Gemeinschaftsprojekt der Stadt Hamm mit Lippetal an der A2:

  • Ausweitung des Baugebiets nach Bedarf; also nach konkreten Absichtserklärungen von Unternehmen – keine voreilige Erschließung.
  • Keine Genehmigung für vollautomatisierten Logistikunternehmen mit geringem Arbeitskräftebedarf.
  • Mit der Erschließung der Fläche muss auch die Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr erfolgen sowie die Einrichtung von Radwegen.
  • Die dem Umfang der verbrauchten Gewerbeflächen entsprechenden ökologischen Ausgleichsflächen direkt in Lippetal anlegen.
  • Unternehmen mit einem Grünen Fragezeichen wie bspw. industrielle Schlacht- und Zerlegebetriebe lehnen wir entschieden ab.

Asyl und Migration

Wir begrüßen die dezentrale Unterbringung von Migranten*innen in Lippetal. Die bestehende Unterbringungseinrichtungen sind in einem ordentlichem und brauchbarem Zustand.

Ein besonderer Dank gilt dem Arbeitskreis Asyl, in dem sich Ehrenamtliche für die individuell angepasste Unterstützung der Angekommenen stark machen.

Damit die Neuangekommenen schneller Fuß fassen, wünschen wir uns einen Workshop zur „Einstellung und Beschäftigung von Migrant*innen für lokale Unternehmer*innen“. Die Beschäftigung vor Ort verhindert die Isolierung von Neuangekommenen. Das Gefühl des Gebrauchtwerdens wird sich positiv auf die Integration in Lippetal und das gemeinsame Zusammenleben auswirken.

Natur- und Artenschutz

Wir setzen auf effektive Klimafolgenanpassung und Erhalt und Ausbau der verbliebenen Artenvielfalt. Umwelt- und Klimaschutz ist so hoch aufzuhängen, dass jede Planung, jedes Projekt und jede Unternehmung auf sein ökologisches Nachhaltigkeitspotential zu prüfen ist.

Wir fordern eine kommunale*n Klimaschutzbeauftragte*n mit vorrangigem Mitspracherecht in allen Ausschüssen sowie die Berücksichtigung der fachpraktischen Expertise der Hegeringe und der Landwirt*innen.

Uns ist klar, dass Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen in Lippetal den globalen Klimawandel nur geringfügig beeinflussen werden. Vielmehr ist vor Ort die Klimafolgenanpassung zu starten. Geschehen ist das bereits mit dem Naturschutzgebiet Lippeaue, das bei Starkregenereignissen Wasser breitflächig versickern lässt und damit die Wasserkörper füllt, auf die Pflanzen in Trockenphasen zurückgreifen können. Und auch die nachhaltige Weidewirtschaft macht die Lippeaue zu einem attraktiven Rückzugsort für gefährdete Vogelarten.

Damit sich in Lebensräume über die Lippeaue hinaus wieder vielfältige Singvögel, Niederwild und Insekten sowie Reptilien und Amphibien ansiedeln, müssen sie den Ansprüchen der einzelnen Arten entsprechen. Gut geeignete Lebensräume sind Ackerränder, kommunale Regenrückhaltebecken, Parkanlagen und private Gärten. Mitunter werden die genannten Flächen aber zur Todeszone für Igel und Zauneidechse. Nämlich dann, wenn die Uferböschung mit dem Freischneider gepflegt oder der Gehölzhaufen in den Wintermonaten abgefahren wird.

Deshalb fordern wir, dass

  • Kommunale Freiflächen fachgerecht beweidet, statt maschinell bearbeitet werden.
  • nicht tiefer als 15 cm gemäht wird, um in den Sommermonaten ein komplettes Austrocknen der Fläche sowie den Verlust an CO2-Speicherkapazität zu verhindern.
  • Hecken und Baumreihen an Straßenrändern mit der Motorsäge statt mit Heckenmulchern gepflegt werden. Habitatbäume mit hoher ökologischer Wertigkeit als Brutplätze werden so erkannt, bedarfsgerecht gepflegt und nicht beschädigt.

Häufig wird der Artenverlust der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung zugeschrieben; die Rolle des Straßenverkehrs aber außer Acht gelassen. Gut zu beobachten ist der Singvogelverlust genauso wie der des Niederwilds an der Diestedder Straße außerhalb Herzfelds sowie an weiteren Ausfallstraßen in der Gemeinde.

2017 wurden über lange Strecken die Feldgehölze an den Straßen entnommen. Infolgedessen haben Feldvogelarten wie Kiebitze und Goldammern nur knapp über der Straßendecke die Strecke gequert und auch Feldhasen sind ungebremst über die Straßen gelaufen. Verkehrsopfer sind an den genannten Straßen an der Tagesordnung.

Durch das Anlegen von Dauer-Blühstreifen sind adäquate Lebensräume für die genannten Arten in der Gemarkung entstanden. Der Weg zu diesen Flächen endet aber häufig tödlich. Daher gilt es die Vernetzung von Lebensräumen sicherzustellen durch folgende Maßnahmen:

  • Exponierte Straßen außerorts mit Hecken/ Baumgruppen in Mindesthöhe 1,40 sichern, damit Vögel nicht zu tief über Straßen fliegen und damit Verkehrsopfer werden.
  • Niedrige Zäune an Straßenrändern zum Ausbremsen von Amphibien und Kleinsäugern installieren und Querungstunnel unter Straßen für diese Arten einrichten.
  • Kommunale Flächen naturnah als „wilde Grünecken“ gestalten und damit eine Vorbildfunktion für private Flächen einnehmen.

Darüber hinaus plädieren wir dafür, Straßenrandstreifen frühestens nach dem 01. Juli mähen mit mindestens 15 cm Schnitthöhe. Diese Streifen mit blühenden Gräsern dienen als Leben- und Vermehrungsraum für Insekten und damit als Nahrungsgrundlage für Singvögel.

Aktiver Singvogelschutz ist auch die Kastrationspflicht für freilaufende Katzen. Um so weniger Katzen geboren werden, um so weniger Singvögel werden Fraßopfer. Das Ordnungsamt muss mit der Beaufsichtigung von Lebendfallen für Katzen beauftragt werden, damit streunende, unkastrierte Katzen entnommen, kastriert und vermittelt werden können.

Lebensräumen müssen vernetzt werden. Arten, die nicht so beweglich und reaktionsschnell sind wie bspw. Amphibien, benötigen naturnahe Korridore, über die sie neue, für sie passende Lebensräume erreichen. Unbefestigte Reitwege; aber auch Radwege aus wasserdurchlässigem Material, die beidseitig von Hecken gesäumt werden sind als „Wanderwege für Tiere“ geeignet.

Diese Radwege mit einer feinkörnigen Sand-Kiesauflage sind nicht nur angenehm tagsüber zu befahren und zu bewandern von (Rad-) Wanderer*innen; auf ihnen können in sich in der Dämmerung Amphibien auch gut bewegen und in den Hecken ruhen. Gleichzeitig bremsen die Hecken auf beiden Seiten des Weges Hoch- und Niederwild sowie Vögel aus und lassen die Tiere zweimal überlegen, bevor sie die Fahrbahnen tatsächlich überqueren. Wildunfälle werden reduziert.

Eine weitere Klimafolgenanpassung ist, in Ortschaften mehr Bäume zu pflanzen. Großflächig befestigte und wasserundurchlässige Straßen und Grundstücksteile begünstigen den Hitzestau, der sich in immer trockneren Sommern bemerkbar macht und Mensch und Tier belastet. Bäume hingegen werfen Schatten, reduzieren die CO2-Belastung und werfen natürlich im Herbst Laub ab.

Um eine bessere Akzeptanz bei Grundstückseigentümer für „öffentliche“ Laubbäume, die ihr Laub in den privaten Garten fallen lassen, herzustellen, ist es sinnvoll Laubkörbe in Wohngebieten aufzustellen und einen kommunalen Abholservice dafür zu organisieren.

Für Igel, Engerling und Co sowie als Frostschutz für Stauden sollte Laub aber in privaten als auch öffentlichen Gärten großflächig über Winter liegen bleiben.

Landwirtschaft

Die Landwirtschaft produziert Lebensmittel. Die Lebensmittelproduktion vor Ort ist überlebenswichtig – das hat uns ansatzweise die Corona-Krise gezeigt; als zentral erzeugte Nudeln, Haferflocken und Dosensuppen langsam knapp wurden, gab es in den Hofläden Kartoffeln, die lokalen Bäcker, die ihre Mehle aus regionalen Mühlen bekommen, backten weiterhin Brot und an den Milchtankstellen konnte jederzeit Frischmilch gezapft werden.

Wir möchten, dass Landwirt*innen trotz EU-Düngeverordnung, Weltmarkthandel und klimatischer Veränderungen uns mit Lebensmitteln versorgen und ihre Betriebe damit langfristig weiterleben können.

Wir hoffen, dass alle Verbraucher*innen sich das auch wünschen und das nicht an den Supermarkttheken vergessen. Damit dieser Wunsch wahr wird, halten wir Bildung für das entscheidende Mittel (siehe 1. Bildung).

Wir möchten, dass die EU-Agrarprämien beibehalten werden; Ausgleichsprämien für Kleinstbäuerliche Betriebe aber wesentlich erhöht werden.

Eine Kuh kann in Weidehaltung nicht so viel Milch geben wie eine im Stall leistungsorientiert gefütterte Kuh. Geringere Erträge pro Vieheinheit und hohe Arbeitsbelastung durch die artgerechte Tierbetreuung müssen mit einer Weidetierprämie ausgeglichen werden – dafür setzen wir uns ein.

Schafe als auch Rinder beweiden die Lippewiesen und pflegen damit CO2-neutral den bedeutsamen CO2-Speicher Grünland. Dabei lassen sie Bodenbrüter, im Gegensatz zu Mähwerken, in Ruhe weiterbrüten und bieten mit ihren Ausscheidungen vielen Käfer- und Fliegenarten Nahrung, die wiederum Nahrungsgrundlage für Amphibien und Feldvogelarten sind.

Damit das so bleibt möchten wir mit Landwirt*innen sprechen und gerne die Direktvermarktung ab Hof oder, wie im Kapitel Wirtschaftsförderung beschrieben, im örtlichen Einzelhandel vorantreiben.

Landwirtschaftspolitik und -förderung wird in der EU gemacht und deshalb versprechen wir als Grüner Ortsverband nicht, die Düngeverordnung abzuändern.

Wir möchten aber Bäuerliche Familienbetriebe dafür gewinnen

  • besondere Direktvermarktungskonzepte,
  • Kooperationen mit dem lokalen verarbeitenden Gewerbe,
  • Innovative Tierhaltungskonzepte, wie z.B. Schweine im Freiland

auszuprobieren und damit Veränderungen im Verbraucher*innen- und Politiker*innenverhalten bewirken, die über die kommunalen Grenzen hinausreichen.

Unser Wunsch ist, dass Landwirt*innen von Preisnehmenden, die so viele Ferkel mästen bis der geringe Preis pro Stück sich lohnt, zu Preisgestaltenden werden. Das klappt nur in Zusammenarbeit mit den Verbraucher*innen, denen online oder vor Ort, der Wert des Produkts erklärt werden muss, damit sie bereit sind, den erforderlichen Preis zu zahlen.

Gleichzeitig muss allen Konsumenten aber auch klar sein, dass ein landwirtschaftlicher Betrieb trotz EU-Förderung keine öffentliche Einrichtung ist, die jederzeit betretbar oder ohne fachliche Expertise kritisierbar ist. Wir plädieren dafür, der guten fachlichen Praxis von Land- und Forstwirt*innen zu vertrauen und ein gemeinsames, gleichberechtigtes Gespräch entstehen zu lassen.

Sport und Naherholung

Auch Pferde gehören zu den Weidetieren und der Pferdesport in die westfälische Tradition. Trotzdem sind Reiter*innen eher selten in der Lippetaler Gemarkung zu sehen. Damit sich Jung und Alt sicher zu Pferde bewegen können, möchten wir Rund-Reitwege mit langen Galoppstrecken und Geländesprüngen in Lippetal anlegen. Diese Wege sind ein Freizeitvergnügen und vernetzen gleichzeitig Lebensräume, so dass Insektenarten sowie Reptilien und Amphibien störungsfreier von einem ins andere Biotop kommen.

Ein wiederentdeckter Trend ist die Nutzung von Trimm-Dich-Pfaden. Deshalb regen wir dazu an, den in Vergessenheit geratenen Pfad in der Schoneberger Heide wiederzubeleben. Denkbar wäre, mit Akteuren der Sportvereine, der Lippetalschule und örtlichen Fitnessanbietern hier zusammenzuarbeiten.

Was wirklich investitions- und betriebskostenintensiv ist, in Lippetal aber fehlt, ist ein Freibad. Deshalb schwebt uns ein Lippe-Naturbad vor, das  keine Heizkosten verursachen würde und bspw. in Höhe der Kesseler Mühle eingerichtet werden könnte.

Epilog

Was ändert sich mit Bündnis 90/ Die Grünen im Lippetaler Gemeinderat?

Das hängt von Euch ab! Je mehr Stimmen ihr uns gebt, umso größer ist unser Durchsetzungsvermögen bei Abstimmungen und umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass

  • Unterricht in den Schulen noch mehr Spaß macht,
  • Eltern-Taxis Geschichte sind,
  • Kreatives Wohnen und innovatives Arbeiten für alle möglich wird,
  • Lebensmittel vor Ort erzeugt, verarbeitet und erhältlich sind.
  • Igel und Co nicht mehr zu Verkehrsopfern werden

und

  • ihr Euch am Lippestrand sonnen könnt.

Wir, die Grünen Lippetal freuen uns auf den politischen Diskurs mit Euch und schlagen mit eurer Stimme bei der Kommunalwahl 2020 im Grünen Lippetal neue Wege ein.

Grün und gut!

Eure Bündnis 90/ Die Grünen Lippetal

Grünes Wahlprogramm Lippetal 2020

 

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